Frustrierende Momente

Anfangs hieß es, es könnte frühestens im Juli mit den Fundamentbau losgehen. Daraus wurde später die erste Augustwoche. Daraus wurde später der 8.8.2016 als Baubeginn. Aufgrund einer anderen Baustelle der Akost mit „anspruchsvollen“ Bauherren wurde mir gesagt, dass der 8.8.2016 nicht zu halten sei, aber auf jeden Fall in der 32. Kalenderwoche noch mit dem Beginn zu rechnen sei. Die haben wir jetzt, also habe ich gefragt, wann denn die Bagger nun kommen, Donnerstag oder Freitag?

Diese Woche gar nicht mehr, frühestens nächste Woche. Und frühestens dann gibt es auch einen Bauablaufplan. Ich weiß also immer noch nicht, wann eigentlich das Haus kommt, wann ich Urlaub für die Eigenleistungen nehmen kann und wann wir dann umziehen (Kitaanmeldung etc. pp, die Ämter und die Kita will wissen wann sie mit uns rechnen muss). Als wenn das nicht genug wäre müssen wir hunderte Euros an „Bereitstellungszinsen“ zahlen, weil das Kreditkapital, welches nach Baufortschritt ausgezahlt wird, zu großen Teilen noch bei der Bank liegt. (Bereitstellungszinsen sind ein viel zu nettes Wort, es sollte eigentlich „Duwurdestvonderbankschönverarscht-Gebühren“ heißen). Das Baustellenklo steht auch eine Woche ungenutzt auf dem Grundstück rum, aber das sind im Vergleich zu dem Stress mit dem Zeitplan und den Wuchergebühren der Bank nur Peanuts.

Sollte ich in meinem Leben nochmal in die Verlegenheit kommen ein Haus zu bauen, weiß ich worauf ich bei Kredit- und Bauvertrag achten werde…

 

PS: Und als ob das nicht genug wäre, endet morgen die (schöne) Elternzeit und das Berufsleben hat mich wieder. Ich müsste lügen, wenn ich sagen soll, dass mich das freuen würde.

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3 Gedanken zu “Frustrierende Momente

  1. Hi Max,
    ich komme mir vor, als hättest Du aus unserer Sicht alles berichtet. Das es jemanden gibt, der Haargenau das gleiche durchmacht bestätigt unsre Sicht der Dinge.
    Wir hatten einen „mit Bleistift“ eingetragenen Termin Anfang August für das Fundament.
    Nun haben wir den Frust, dass aus der Bauanzeige nun doch ein Baugenehmigungsverfahren wird, da es für das Amt nicht eindeutig eine eingeschössige Bauweise ist.
    Nachgeforderte Unterlagen (wie die Berechnung des Obergeschosses) wurden nicht vollständig nachgereicht. Der B-Plan lag bereits Mitte 2015 vor…(nur mal so).
    Hätten wir gleich ein Baugenehmigungsverfahren gemacht, hätten wir wenigstens Anfang Oktober anfangen können, nun wird es wohl nichts vor Dezember. Wir sind extra in eine Untermietswohnung gezogen, damit wir zum Bau vor Ort sind und unser ältester nach den Sommerferien in die Schule vor Ort gehen kann. Wir wollten im Sommer bauen und das geht nun nicht, weil unser Bauträger nicht in der Lage ist die geforderten Dokumente zu liefern. Noch heute warten wir auf alles („Anfang der Woche…)… Ich bin es leid immer vertröstet zu werden und der Hammer ist es auf andere „anspruchsvolle“ Bauträger zu schieben. Das geht ja gar nicht. Den schwarzen Peter auf andere… nur weil man wohl hoffnungsvoll überfordert ist. Dann sollen sie bitte nicht so viele Aufträge annehmen, wenn sie nicht alles schaffen.
    Anfang Februar fragten wir „die Firma“ ob sie bereit für den Startschuss sind… da stand die Finanzierung. Wir hatten zwar ein paar Änderungen mit Wänden verschieben (jede Änderung kostete mind. 2/3 Wochen). Uns wurde freundlich darauf hingewiesen, das alle Änderungen während der Finanzierungsphase ja hätten unternommen werden können. Das uns aber damals gesagt wurde „vor der bestätigten Finanzierung der Bank ändern wir nichts“ interessiert hier wohl niemanden.
    Es scheint mir, als wüßten sie nicht was sie tun und verstricken sich immer mehr in Widersprüche.
    Ich könnte nur heulen, aber wegen der Kinder versucht man die Laune hochzuhalten. Die Kinder leiden aber trotzdem darunter und das tut mir am meisten Weh.
    Ich lass auch nur noch mein Mann alles regeln.
    Ich habe längst aufgehört zu bloggen, da es nichts gibt, was ich schreiben könnte ohne ausfallend zu werden….
    Ich drücke euch aber natürlich die Daumen, das es nun wirklich bei euch voran geht und freu mich weiter vor Dir zu lesen! 🙂

    Herzliche Grüße von einer ebenfalls frustrierten Bauherrin,

    Corie

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    1. Hallo, das liest sich ja auch nicht gerade erfreulich. Ich hoffe einfach mal, dass es für alle etwas erfreulicher weiter geht. 😉 Es nutzt ja auch nichts sich runter ziehen zu lassen. Was sind schon jetzt ein paar hundert Euro und ein paar Wochen Verzögerung wenn man später in seinem lauschigen Heim vorm Kamin sitzt? Also, nicht die Hoffnung verlieren, es wird schon irgendwie!

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  2. Mir fehlt eindeutig der rote Faden in der Planung…
    Wenn es sich nur um ein paar Hundert Euro handeln würde… Bereitstellungszinsen und Mietwohnung… Wir wollten ja auch schon die Baustelle einrichten- gut das wir da noch die Reißleine ziehen konnten. Da summieren sich die Scheine schneller als man gucken kann.
    Aber Du hast recht, runterziehen kann ich mich schon gar nicht mehr- denn mittlerweile habe ich den „mir doch egal“ Schalter an. 😛 🙂
    Viele Grüße!

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