Bodengutachten eingetroffen, nicht geweint

Heute habe ich den „geotechnischen Bericht über die Baugrund- und Gründungsverhältnisse“ im Email-Postfach gefunden. Im Moment weiß ich leider noch nicht ob es (Bau-)Grund zur Freude ist oder eine Schockernachricht, weil ich von den Gründungsempfehlungen und dem späteren Fundamentbau sehr wenig verstehe. Tendenziell denke ich aber, dass der Boden (zumindest an den beiden Punkten der Rammkernsondierungen) ganz ok ist.

Aufschlussprofile

Aufschlussprofile unserer Baugrunduntersuchung

Statt der von Akost im Kostenvoranschlag zugrunde gelegten 20cm Mutterboden in der obersten Schicht sind es bei uns also 30-40cm. Also dort werden, soweit ich das verstanden habe, auf jeden Fall Mehrkosten auf uns zukommen, weil der Mutterboden ja in jedem Fall abgetragen werden muss. Dafür ist die darunter liegende Schicht tragfähig und muss wohl nicht getauscht werden.

Für Interessierte habe ich mal unser Bodengrundgutachten als Beispiel zum Download bereitgestellt. Beispiel Bodengrundgutachten/geotechnischer Bericht/Baugrunduntersuchung in Birkenwerder für unser Holzhaus-Projekt (PDF, ca. 5MB)

Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden Rammkernsondierungen nicht genau an den Stellen waren, an denen alles in Ordnung ist und im restlichen Baufeld versteckt sich doch noch ein alter Luftschutzbunker.

Vielen Dank auf jeden Fall an das Ingenieurbüro Knuth aus Hohen Neuendorf. Die Rechnung kommt zwar noch mit dem originalen Bericht in unseren Briefkasten, aber wenn es beim Angebotspreis von ca. 580€ (inkl MwSt.!) bleibt, ist das fast unschlagbar. Zum Vergleich: die (große) Firma Clayton verlangt als Pauschalpreis gem. Angebot für die selben Leistungen 799€! Ich kann also nur (auch in anderen Belangen) empfehlen, regionale Anbieter zu kontaktieren. Ich bin sehr zufrieden!

An die anderen Häuslebauer: Wie liefs bei euch mit dem Boden und dem Fundament? Wie hoch waren die Mehrkosten durch Bodenaustausch etc. bei euch? Schreibt’s in die Kommentare, ich würde mich freuen!

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4 Gedanken zu “Bodengutachten eingetroffen, nicht geweint

  1. Hallo Max,

    unser Bodengutachten sieht recht ähnlich aus 🙂 Wir hatten auch 40 cm Mutterboden. Die Kostenschätzen für die Mehrkosten durch den Bodenaustausch lagen bei uns bei 863€. Allerdings für eine Grundfläche von 139m² (Haus plus Doppelgarage). Wie gut die Kostenschätzung von Akost war, kann ich leider nicht sagen. Bei uns wurden es am Ende dann knapp 1.900€ Mehrkosten für das Fundament plus 2.800€ für den Abtransport des Aushubs (wollten, dass Akost sich direkt um die Entsorgung kümmert). Die „hohen“ Kosten kamen bei uns zustande, weil während der Bodenplattenarbeiten ein alter Keller gefunden wurde. Natürlich in der Ecke des Hauses, wo keine Bohrung für das Gutachten gemacht wurde. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr auch auf einen „Luftschutzbunker“ trefft sollte aber gering sein 🙂 Und der Bodenabtransport war deswegen auch so teuer, weil ein Großteil der Erde als „Bauschutt“ entsorgt werden musste.

    Viele Grüße,
    Rico

    Gefällt 1 Person

    1. Von eurem „archäologischen Ausgrabungen“ beim Tiefbau habe ich schon gelesen. Hoffen wir mal, dass uns so etwas nicht trifft, aber das wissen wir natürlich erst, wenn der Bagger anrückt. So hohe Zusatzkosten sind natürlich nicht schön, aber ich habe auch schon richtige Horrorgeschichten gehört bzw. gelesen mit Mehrkosten im unteren fünftstelligen Bereich. Das würde uns doch ganz schön die Schuhe ausziehen, wenn so etwas käme.
      Hoffen wir mal auf das Beste. Ich warte jetzt auf eine Antwort vom Akost-Tiefbauer, Herrn Joppa, wie teuer es nun eigentlich wird.
      LG
      Max

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      1. Ja, ich habe sogar von Summen im oberen fünfstelligen Bereich gehört… So erzählten zumindest die Akost-Tiefbauer. Wenn ich mich recht entsinne war das der Atle in Dresden (gibt es auch einen Blog: https://einfjordindresden.wordpress.com/). Aber da bestand das ganze Grundstück aus Bauschutt von einem Mehrfamilienhaus, das im Krieg zerstört wurde… Aber soweit ich das gehört habe, konnten sich die Bauherren zumindest irgendwie mit der Gemeinde einigen, die denen das Grundstück mit falschen Angaben verkauft hatte.

        Aber das sind die richtigen Extremfälle und da bei euch zumindest schon zwei Punkte des Hauses gut sind, sollte das alles im Rahmen bleiben 🙂

        Übrigens habe ich gerade nochmal unsere Rechnung vom Bodengutachten rausgesucht. 464,10€ inkl. Steuer. vom Geoingenieurbüro Dr. Kossow in Fredersdorf. Wobei das auch schon wieder 2,5 Jahre her ist. Da sind die Preise mittlerweile sicher auch schon etwas gestiegen. Aber interessant dass die Preise da so auseinander gehen. Wir hatten uns damals gar kein Vergleichsangebot eingeholt, weil wir nicht gedacht hätten, dass die Preise da so weit auseinander gehen könnten und das bei uns sehr schnell gehen musste mit dem Gutachten.

        Viele Grüße,
        Rico

        Gefällt 1 Person

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